Was ist Network Marketing?

Vorwort

Wir vom Network Marketing Magazin berichten nun bereits fast täglich über aktuelle Entwicklungen im Bereich Network Marketing bzw. in der MLM-Branche. Für viele ist der Begriff Network Marketing oder MLM (Multi-Level-Marketing) jedoch nicht geläufig. Wir möchten mit diesem Artikel Abhilfe schaffen und die Branche wie auch die Konzepte in diesem Bereich etwas näher bringen.

Für Network Marketing gibt es viele Bezeichnungen, hier einige davon: „Multi-Level-Marketing“ (MLM), “Empfehlungsmarketing„ oder „Strukturvertrieb“. Im deutschen wird es einfach durch Netzwerk-Marketing übersetzt. Beim Netzwerk-Marketing handelt es sich um eine spezielle Form des Direktvertriebs.

Ein wesentlicher Unterschied im Network Marketing im Vergleich zum klassischen Direktvertrieb besteht darin, es werden nicht nur Kunden sondern auch neue Vertriebspartner durch den Networker akquiriert. Oftmals ist es in vielen Systemen Voraussetzung selbst Kunde beim MLM-Unternehmen zu sein um Partner zu werden. Die Strategie sieht wie folgt aus: Überzeuge jemandem von einem Produkt, mache ihn zum Kunden und danach zum Vertriebspartner.

Die Ausbildung bzw. das Duplizieren

Diese Aufbau einer Vertriebsstruktur nennt man in Fachkreisen „Duplizieren“ und bezeichnet die Weitergabe des eigenen Wissens an den neuen Vertriebspartner. Das Besondere an dieser Art von Schulung ist, auch die Schulung neuer Partner selbst ist Teil der Ausbildung. Eine Ausbildung als Networker durch einen sogenannten „Sponsor“ geht also im Network Marketing weit über das Produktwissen hinaus. Diese Vielseitigkeit der Ausbildung und die damit verbundene Persönlichkeitsentwicklung bezeichnen viele erfolgreiche Network Marketing Unternehmer als größte Motivation diesen Beruf auszuüben.

Verhältnis und Begriffe rund um die Personenstruktur

Im Network Marketing arbeitet man in den meisten Fällen auf selbstständiger Basis und arbeitet als eine Art freier Vertreter für das Unternehmen. Auch wenn viele Networker die Partner in ihrer sogenannten „Downline“ oft als „Mitarbeiter“ bezeichnen, so handelt es sich dennoch eher um Teampartner. Die Teampartner die innerhalb der Provisionsstruktur des Unternehmens über einem werden „Upline“ und diejenigen die unter einem stehen werden „Downline“ genannt. Ein gängiger Begriff für die Person die Sie zu einem Unternehmen gebracht hat ist „Sponsor“. In dem Augenblick in dem Sie jemand Anderen an das Unternehmen empfehlen, werden Sie für ihn der sogenannte „Sponsor“.

Der Unterschied zum Empfehlungsmarketing

Oftmals wird der Strukturvertrieb mit Empfehlungsmarketing verwechselt, beim Empfehlungsmarketing geht es ausschließlich darum, Produkte oder ein Unternehmen als Solches, auf Basis von zufriedenen Kunden zu empfehlen. Der Gedanke einer Vergütung bzw. Provision für eine Vermittlung steht beim klassischen Empfehlungsmarketing im Hintergrund. Natürlich sollte ein Networker von seinem zu vertreibenden Produkt selbst überzeugt sein und es im besten Fall sogar selbst nutzen.

Provisionen im Network Marketing

Es gibt unterschiedliche Provisionsmodelle in der Network-Marketing-Branche, die gängigsten sind die sogenannten „Unilevel“ und „Binären“ Provisionssysteme. Diese und viele andere Systeme unterscheiden sich durch verschiedene Regeln, wann und unter welchen Umständen Provisionen an Partner bezahlt werden. Es würde einen eigenen Artikel erfordern, auf die verschiedenen Systeme einzeln einzugehen. Suchen Sie auf unserer Webseite unter „Suche“ einfach nach den entsprechenden Begriffen. Wir arbeiten regelmäßig an der Beschreibung einzelner Details der Branche. In den meisten Systemen gibt es sogenannte „Karrierestufen“, diese Erfolgsebenen entscheiden nicht nur über die Provision sondern sind auch als eine Art „Auszeichung“ zu werten. Innerhalb der Branche und in den entsprechenden Unternehmen herrscht oftmals eine Art „Helden-Kultur“. Diese Unternehmenskultur schafft ähnlich wie im Sport Legenden und Idole.

Und das Thema Schneeballsystem darf natürlich nicht fehlen

In Deutschland sind MLM (Multi-Level-Marketing bzw. Strukturvertriebe) nicht illegal, wenn sie nicht gegen Nr. 14 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG verstoßen, also nicht den Eindruck vermitteln, allein oder hauptsächlich durch die Einführung weiterer Teilnehmer in das System könne eine Vergütung erlangt werden. Bei vielen Unternehmen in der Branche ist es schwer einzuschätzen ob es sich um ein Schneeballsystem handelt. Anzeichen dafür sind meist extrem überzogene Provisionsversprechen oder Systeme mit extrem vielen Provisionsstufen. Leider sind die mathematischen Modelle vieler Unternehmen so komplex, dass selbst wenn Behörden das Unternehmen überprüfen, Unsicherheit über die Legalität des Modells besteht. Das Thema Schneeballsystem ist leider in den Köpfen vieler Menschen sehr verankert und bringt die komplette Branche noch immer in Verruf.

Gängige Kritik am Network Marketing

Eine der validen Kritikpunkte vieler Gegner ist das Thema „Vertrauensmissbrauch“. Nicht jeder Networker oder Vertriebler spricht offen über seine Vermittlungsprovisionen. Jemandem ein Produkt zu empfehlen, welches aufgrund hoher Vertriebsprovisionen, überteuert und ggf. sogar nutzlos ist, dieses Verhalten könnte man als unethisch bezeichnen.  Auch die fehlende Transparenz vieler Unternehmen, Stichwort „Schneeballsysteme“ wird von vielen als Argument gehen Network Marketing angeführt.

Vorteile als Networker bzw. die positiven Seiten des Network Marketing

Wenn man als angehender Networker ein Produkt und ein Unternehmen gefunden hat, bei dem man sich wohl fühlt und mit dem man sich identifizieren kann, dann ist der Job als Networker bestimmt einer der schönsten Berufe der Welt. Die Arbeit in der Network-Branche ist in den meisten Fällen Standortunabhängig, die Zeit ist frei einteilbar und die Provisionen sind bei entsprechendem Einsatz nicht mit einem normalen Angestelltengehalt zu vergleichen. Wie bei jeder Karriere ist auch hier der Weg zum Erfolg meist steinig und führt durch viele dunkle Täler. Wie jedoch bereits erwähnt ist der Lohn am Ende jeder Reise oft nicht das was man dafür bekommt, sondern wer man dadurch wird.

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Über Redaktion 72 Artikel

Ich bin geschäftsführender Gesellschafter der Provimedia GmbH und Speicherzentrum GmbH. Als gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung berate ich seit mehr als 8 Jahren führende Unternehmen rund um die Themen Onlinemarketing und Softwareentwicklung. Meine aktuellen Schwerpunkte liegen im Networkmarketing und in der Entwicklung meiner Unternehmen.

1 Kommentar

  1. Hallo,
    ich habe mich gerade bei Verway registriert und wollte fragen ob es hier noch andere Networker gibt, die auch hier durchstarten wollen. Vielleicht könnte man sich in einer Whatsapp Gruppe austauschen und unterstützen? Wenn jemand Interesse hat dann gerne Kommentar, dann melde ich mich.
    Grüße aus Osnabrück
    Thomas

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