Networking Skills

Skills die Sie für wirklich effektives Networking benötigen

Skills die Sie für wirklich effektives Networking benötigen

Networking ist ein wichtiger Geschäfts- und Karrierefaktor. Um effektiv netzwerken zu können, müssen spezifische Fähigkeiten und damit verbundene Herangehensweisen vorausgesetzt werden, die über platte Internettipps, wie „Xing-Profil anlegen“ oder „Kontakte per E-Mail generieren“, hinausgehen. Dieser Beitrag zeigt, wie effektives Networking funktioniert und welche Skills wirklich nützlich sind.

Zahlreiche Internet-Ratgeber beschäftigen sich mit dem Thema Networking. Diese zeigen jedoch vorzugsweise die Methoden auf, mit denen Netzwerken möglichst einfach und schnell vonstattengehen kann und nicht die tatsächlich wirksamen Networking Skills. Tipps wie „LinkedIn Profil anlegen“ oder „Twitter nutzen“ sind eher kontraproduktiv, da sie nicht hinter die Mechanismen des Netzwerkens schauen, sondern diese verallgemeinerbar und statisch darstellen.

Der größte Fehler solcher Ratgeber ist, dass sie die Methoden gemeinhin als Arbeitspunkte behandeln, die es abzuhaken gilt.
Wie im Folgenden u. a. gezeigt wird, ist Networking jedoch weitaus mehr als das. Gekonnte Kommunikation und etwas Psychologie fließen genauso in das Geschehen ein, wie eine gewisse Hartnäckigkeit und Abgebrühtheit, verpackt in ein möglichst natürliches Auftreten über alle Kanäle hinweg.
Zum wirkungsvollen Networking gehört selbstverständlich noch viel mehr als die, hier gelisteten, Fakten. Diese sollen als Anhaltspunkte dienen, in welchen Bereichen es sich besonders lohnt, Ihre Fähigkeiten auszubauen.

1. Machen Sie Networking zu einem normalen Teil des Alltagsgeschehens

Zunächst einmal sollten Sie das “working“ aus „Networking“, also die Arbeit, beim aktiven Netzwerken aus Ihrem Kopf streichen. Effektives Networking geht in jeder Phase möglichst natürlich vonstatten. Es sollte nicht als rein businessmotivierter Prozess verstanden werden und keinesfalls beim Gegenüber als solcher ankommen.

Sobald Sie das verinnerlicht haben, können Sie damit beginnen Networking zu einem normalen Teil des Alltagsgeschehens zu machen. Beginnen Sie dazu in regelmäßigen Abständen, Menschen zu kontaktieren, die Sie interessant finden. Es geht hierbei lediglich um eine Respektbekundung, darum mitzuteilen, dass Sie gut finden, was derjenige oder diejenige macht.

Wichtig ist, einfach anzufangen. Sie feilen so an Ihren Fähigkeiten, eine Kommunikation zu starten, bis es irgendwann ganz normal ist, mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen und Ihr Netzwerk „automatisch“ wächst.

2. Verhalten Sie sich im Internet genauso, wie beim realen Networking

Menschen legen in der “Anonymität” des Internets häufig ganz andere Verhaltensweisen an den Tag, als sie es im realen Leben tun: Würde dieser Kreis bei einer direkten Face-to-Face-Kommunikation vielleicht eher zurückhaltend und höflich agieren, fällt es ihnen z. B. im Zuge einer E-Mail-Kontaktaufnahme leichter, Dinge zu fordern, die sie andernfalls vielleicht gar nicht in Betracht ziehen würden.

Ein dreistes Auftreten wird auch online in der Regel schnell durchschaut und ist nicht nur für das Netzwerken schädlich. Denken Sie also stets daran, sich online rücksichtsvoll zu geben. Am besten überlegen Sie bei einer Kontaktaufnahme, wie Sie selber gerne angesprochen werden würden. Halten Sie sich darüber hinaus folgendes immer vor Augen: Effektives Netzwerken beginnt niemals mit einer Forderung!

3. Sie sollten Ihr Gegenüber bereits vor der Kontaktaufnahme möglichst gut kennen

Es ist sehr von Vorteil, wenn Sie bereit sind, sich schon vor der Kontaktierung eines potenziellen neuen Mitglieds Ihres Netzwerkes, egal ob über das Web oder persönlich, mit dessen Person so gut es eben geht zu beschäftigen. Eine entsprechende Vorbereitung ist gerade bei einflussreichen Persönlichkeiten höchst relevant, die gemeinhin tagtäglich mit vielen Menschen in Kontakt treten.

Hier sollte versucht werden einige Facts, sei es zur Person oder zu dessen Arbeit, zu recherchieren, die nicht jeder kennt, um aus der Masse herauszustechen. Beispielsweise werden E-Mails mit wenig Substanz eher gelöscht als gehaltvolle und landen auch schneller im Spam.

Wichtig ist dabei, ehrlich auf das gegenüber zu wirken und nicht den Eindruck zu vermitteln, die recherchierten Informationen seien nur ein Vorwand, um die eigenen Interessen vorbringen zu können. Natürlichkeit ist, wie in Punkt 1 bereits angedeutet, stets zu waren.

4. Verwenden Sie eine positive, angemessene Ausdrucksweise – online und face to face

Die Fähigkeit zu einer positiven Ausdrucksweise ist sowohl face to face als auch im Web höchst relevant: Niemand möchte, mit Menschen in Kontakt bleiben, die unfreundlich oder negativ wirken (siehe auch Punkt 2). Die Umsetzung ist jedoch gerade über das Internet schwierig, denn hier wird gemeinhin via Text kommuniziert. Die Übermittlung von Emotionen ist so weitaus komplizierter als face to face.

Eine umfassende Formel gibt es leider nicht. Wichtig ist, bei Anfragen nicht zu forsch vorzugehen, aber auch nicht zu devot zu wirken, da der potenzielle Netzwerkpartner in letzterem Fall leicht annehmen kann, dass er durch die Verbindung keinen Zugewinn hat. Seien Sie interessant! In jedem Kontext den passenden Weg zu finden, ist die große Herausforderung. Versuchen Sie stets selbstbewusst, aber nicht arrogant sowie professionell, aber niemals unnahbar zu formulieren.

5. Pflegen Sie Ihre starken Kontakte

Sicher gibt es auch in Ihrem Netzwerk Personen, die mehr für Sie tun als andere. Diese Kontakte bedürfen besonderer Pflege. Die Fähigkeit des vernünftigen Gebens und Nehmens ist im Networking generell sehr wichtig. Besonders relevant ist diese jedoch in Bezug auf Ihre wichtigsten Partner. Zeigen Sie ihnen, dass Sie schätzen, was diese Netzwerkmitglieder für Sie tun und seien Sie ebenso nützlich für jene.

Vermeiden Sie dabei direkte Forderungen genauso, wie allzu forciert wirkende Gegendienste. Ein natürlicher Verlauf des Gebens und Nehmens ist häufig am ergiebigsten. In diesem Sinne ist es nicht unbedingt wichtig, dass besonders viele Menschen zu Ihrem Netzwerk zählen, es sollten einfach nur die richtigen sein.

6. Erwarten Sie niemals zu viel

Niemals zu viel von einem Netzwerkpartner zu erwarten und dem Geschehen seinen Lauf lassen zu können, ist sicher einer der wichtigsten Networking Skills. Mit dieser Einstellung können einige der größten Networking-Fehler, wie z. B. das rein businessmotivierte Sammeln von Kontakten oder das Stellen unverhältnismäßiger Forderungen, vermieden werden. Sie sollten nicht ständig darauf abzielen, einen Profit aus Ihrem Netzwerk ziehen zu können: Ein Streben dieser Art ist kein Ausdruck effektiven, natürlichen Networkings, sondern lediglich eine Manipulation von Menschen. Wenn eine solche Orientierung auffliegt, kann ein Netzwerk schnell zusammenbrechen.

7. Sortieren Sie Schnorrer aus

Abschließend soll auch dieser eher kontroverse, aber durchaus wichtige Punkt angesprochen werden. Denn die Fähigkeit zur Aussortierung kann enorm wichtig sein, um ein effektives Networking zu ermöglichen. Wie im Vorherigen bereits einige Male angedeutet, treffen Netzwerker hin und wieder auf Zeitgenossen, die nicht auf ein Geben und Nehmen aus sind, sondern nur darauf, möglichst großen Nutzen aus Ihrer Bekanntschaft zu ziehen.

Trennen Sie sich von jenen! Networking kann Ihnen helfen Ihre Karriere oder / und Ihr Business durch die Bekanntschaft einzigartiger, interessanter Menschen weiterzubringen. Das funktioniert jedoch nicht, wenn Ihr Netzwerk aus einer Anhäufung von Schnorrern besteht, die nur dann Ihren Kontakt suchen, wenn sie Ihre Dienste benötigen.

Über Redaktion 75 Artikel

Ich bin geschäftsführender Gesellschafter der Provimedia GmbH und Speicherzentrum GmbH. Als gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung berate ich seit mehr als 8 Jahren führende Unternehmen rund um die Themen Onlinemarketing und Softwareentwicklung. Meine aktuellen Schwerpunkte liegen im Networkmarketing und in der Entwicklung meiner Unternehmen.

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